Aktuelles
Redaktion: "Frau Dobsch, was ist der Grund für Ihr politisches Engagement?"
Dobsch: "Vor allem stört mich der Stillstand in Zeitlarn. Seit gefühlten Jahrzehnten regiert in Zeitlarn die Politik der Blockade und des Aussitzens. Dank der vielen fleißigen Bürger von Zeitlarn steht die Gemeinde finanziell noch sehr gut da, jedoch fehlt es dem aktuellen Gemeinderat an Konzepten und Visionen wie der Wohlstand der Gemeinde auch auf lange Sicht sichergestellt werden kann."
R: "Wie meinen Sie das?"
D: "Der Gemeinderat hat es versäumt, für Nachwuchs in der Gemeinde zu sorgen um eine Überalterung zu vermeiden. Hier wird nicht mit genug Nachdruck nach Lösungen für neuen Wohnraum in der Gemeinde gesucht. Außerdem musste im letzten Haushalt bereits ein erheblicher Rückgang der Gewerbesteuer-Einnahmen der Gemeinde verzeichnet werden. Abgesehen davon gibt es auch kein Konzept für die älteren Bürger in der Gemeinde, es gibt nur noch ein einziges Altenheim in Regendorf in der Gemeinde. Allgemein herrscht in der Gemeinde seit Jahren Stillstand. Das einzige Projekt, das schnell umgesetzt wurde, war das fehlplatzierte Rathaus."
R: "Heißt das, Sie hätten kein neues Rathaus gebaut, obwohl das alte baufällig war?"
D: "Beim Bau des Rathauses wurde eine, wenn nicht DIE Gelegenheit versäumt, endlich eine Art Ortskern für Zeitlarn zu gestalten. Dass das Pfarrhaus auf der einen Seite der Bundesstraße steht und das Rathaus in Nachbarschaft zum Friedhof auf der anderen Seite finde ich mindestens unglücklich. Hier hätte man beispielsweise eine Gesamtlösung aus Pfarrhaus, Rathaus, Kirche mit Friedhof und Parkplatz als eine Art Dorfplatz Und über die unverhältnismäßigen Kosten für das neue Rathaus will ich gar nicht sprechen."
R: "Wenn Sie Bürgermeisterin werden würden, was wollen Sie in Zeitlarn bewegen?"
D: "Es gibt kurz- und langfriste lokalpolitische Themen, die wir angehen wollen: Es ist bekannt, dass Deutschland im internationalen Vergleich im Bezug auf Internet und Breitbandausbau bereits weit zurück liegt. Dies ist auch ein kleines bezeichnendes Beispiel für die aktuelle Lokalpolitik in Zeitlarn. Wir wollen frischen Wind in den Gemeinderat bringen, wir sind eine jüngere Generation mit neuen Ideen und mehr Elan. Wir wollen erreichen, dass die Interessen unserer Gemeinde endlich über Eigeninteressen im Gemeinderat stehen."
R: "Warum wären Sie Ihrer Meinung nach eine gute Bürgermeisterin?"
D: "Vor allem möchte ich betonen, dass ich eine bessere Bürgermeisterin wäre. Meine drei Kinder sind Zeitlarner in 4. Generation, das verbindet mich natürlich zutiefst mit dieser Gemeinde und motiviert mich, unsere Heimat voran zu bringen. Und als Spezialistin für öffentliches Recht- und Verwaltunsgrecht, weiß ich einfach, dass es nicht nur anders, sondern auch besser geht. Beruflich habe ich öffentliches Recht und Wirtschaftsrecht studiert und mich auf Verwaltungsrecht spezialisiert. Das heißt ich kenne das Gemeinderecht wie meine Westentasche. Dabei hilft mir sicher auch die Erfahrung, die ich im Rahmen meiner aktuellen Tätigkeit am Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sammeln konnte. Als Ehefrau eines Unternehmers kenne ich alle Rahmenbedingungen, die eine Gemeinde schaffen muss, um neue Unternehmen anzusiedeln und letztendlich kenne ich als dreifache Mutter die Bedürfnisse junger Familien und was man als Gemeinde unternehmen kann - und sollte - um für junge Familien attraktiv zu sein."
R: "Die Schlagworte der FREIEN WÄHLER, also auch Ihre Schlagworte, sind bürgernah, unabhängig, kompetent. Was bedeutet das für Sie und Ihre Politik?"
D: "Wir sind als FREIE WÄHLER keiner politischen Ideologie verpflichtet und können daher "unabhängig" in unserer Politik handeln. Mit "bürgernah" meinen wir, dass wir die Bürger regelmäßig über lokalpolitische Themen informieren wollen, dass wir mit offenen Augen und Ohren durch die Gemeinde gehen wollen und die Anliegen unserer Einwohner transparent vertreten werden. Mit "kompetent" meine ich insbesondere meine Fachkenntnisse auf dem Gebiet des Kommunal- und Verwaltungsrechts, aber auch das Team hinter mir. Wir sind eine sehr heterogene Mischung, mit Profis aus vielen verschiedenen Bereichen. Da kommt einiges an Kompetenz zusammen."